poldner

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Tipps für Autoren

 

 



 

Als von Anfang an (d.h. seit 1970) ausschließlich auf deutschsprachige Autoren und Autorinnen ausgerichtete Literatur-Agentur haben wir diese Entwicklung praxisnah miterlebt. Wir haben als erste deutsche Literatur-Agentur schon frühzeitig darauf reagiert, indem wir bereits 1978 ein hauseigenes Lektorat und 1980 ein Redaktionsbüro angliederten, dem seither von Verlagen und Autoren Lektorats- und Redaktionsaufträge zur Realisierung von Buchprojekten übertragen werden.
   
Wenn Sie uns als Autorin oder Autor ein Manuskript zur Prüfung schicken möchten, erleichtern Sie uns (und später auch den Verlagen) die Arbeit, indem Sie Folgendes beachten:

  • Sendungen jeglicher Art immer nur an die Adresse: Literatur-Agentur Axel Poldner - Dr. C. Buchen,  Bitterfelder Weg 81, 12355 Berlin.

  • Zugesandt werden können Manuskripte als Word-Datei per E-mail, auf CD-ROM oder als Papierausdruck. Bitte keine Texte als PDF-Dateien.
  • Manuskripte auf Papier möglichst verlagsgerecht in Normseiten formatieren, d.h. pro DIN-A-4-Seite maximal 30 Zeilen à 60 Anschlägen.

  • Die Manuskripte immer nur einseitig beschreiben.

  • Ausreichend Rand lassen für die Anmerkungen unserer Lektoren.

  • Bitte keine lose Blattsammlung schicken, sondern die Manuskriptseiten in einen Ordner oder Ähnliches heften.

  • Absender vermerken und, wenn vorhanden, auch die E-Mailadresse, da nur so eine kurzfristige Eingangsbestätigung garantiert werden kann.

  • Auf dem Deckblatt des Manuskripts den Absender vermerken.



Die alltägliche Praxis zeigt auch, dass manche Autorinnen und Autoren ihre Werke noch mit der Schreibmaschine erfassen und daher einige der genannten Kriterien nicht erfüllen können. Manchmal möchten man uns ein Werk anbieten, das bereits als Privatdruck erschienen ist, und für das man sich nun eine größere Öffentlichkeit wünscht. Wie auch immer: Wir lesen jedes Manuskript, das uns geschickt wird, ganz einfach deshalb, weil wir neugierig sind.

 



Was ist ein Lektorat?


Der Autor hat seine Arbeit geleistet und sorgfältig am Text gefeilt, aber kein Autor kann alle Ebenen (formal, stilistisch, strukturell) gleichermaßen gut beherrschen und sein Manuskript druckreif abgeben. Er ist so sehr von seiner eigenen Geschichte vereinnahmt, dass er nicht mehr überschaut, ob dem Leser wirklich alle Informationen, die wichtig sind, gegeben wurden oder ob manches Geschilderte überflüssig oder langatmig ist. Er hängt an jedem Satz, an jeder Formulierung, weil es hartes Handwerk ist, zu schreiben. Niemand sieht diesem Satz am Ende an, wie viel Arbeit darin steckt. Der Autor ist also befangen, und hier schlägt die Stunde des Lektors.

 

Mit unbestechlichem Blick befragt er den Text auf Schlüssigkeit, Handlungssprünge, stilistische Ausgewogenheit, Wiederholungen, Längen usw. (Zum Beispiel sieht er bei einem Roman, der 1929 spielt, dass dort nicht die Rede vom „großen Zampano“ sein kann, da dieser eine Figur aus Fellinis „La Strada“ von 1954 ist.)

 

Der Lektor ist zugleich Probeleser. Dabei geht er jedoch nicht davon aus, wie er selbst eine Geschichte schildern würde, sondern die Kunst des Lektors besteht darin, sich in die bestehende Form der Geschichte einzuleben und im Sinne des Autors den Feinschliff vorzunehmen. Genau genommen ist er weder auf Seiten des Autors, noch auf Seiten des Lesers. Vielmehr ist er Vermittler zwischen beiden, er ist der Anwalt des Autors und des Lesers zugleich.


Konkret besteht bei uns ein Lektorat aus folgenden Elementen:


Korrektorat, d.h. formale Bearbeitung: Korrektur neuer Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik, Vereinheitlichung von Schreibweisen, Überprüfung formaler Kriterien wie z.B. Zitationsweise.


Lektorat, d.h. stilistische Bearbeitung: Optimierung von Sprache, Ausdruck und Stil.


Redaktion, d.h. strukturelle und inhaltliche Bearbeitung: Kürzungen, Umstellen von Absätzen, ggf. Verfassen von Zusatztexten wie Bildunterschriften, der Bibliografie, eines Glossars, des Klappentextes; Recherche von Namen, Jahreszahlen usw.


Am Ende steht dann ein druckreifes Manuskript.