poldner

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Wissenswertes

 

 



 

Wir stehen vor einer Inflation im Bereich der Literatur-Agenturen, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Die Zeit ist nicht fern und bald wird es in jeder Stadt so viele ‚Literatur-Agenturen/Büros/Companys’ in dieser oder anderer Schreibweise in der Anzahl der ortsansässigen Tankstellen geben.

 

Wer hätte ahnen können, das wir - nach unserer Gründung der ersten deutschen Literatur-Agentur für deutschsprachige Autoren - dadurch, mit deutlichem zeitlichen Abstand, einen nicht endenwollender Drang es uns gleichzutun, auszulösen. Die meisten (fast alle) sind  nicht qualifiziert, nur wenige, die von früheren Verlagsleitern und Leuten mit Verlags- oder Buchhandelspraxis geführt werden, arbeiten professionell und produktiv.

 

Gut – früher oder später ziehen die meisten sich wieder zurück. Aber …das ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend Böses muss gebären….

An der Stelle der Entlarvten baut sich neues Unheil auf. Die Gewerbefreiheit macht es möglich, weil sich jeder ohne Kenntnisse und ohne Berufserfahrung diese Bezeichnung an die Tür nageln und ungeprüft agieren kann und ein Autor, der unter dem wandelbaren Begriff ‚Literaturagentur’ - auch in anderer Schreibweise - Kompetenz mutmaßt, steht im Abseits…

Inzwischen machen sich auch Schreibbüros erbötig mit Manuskripten und dem Druck der Bücher hantieren zu wollen, die sich als Literatur-Agentur/Büro/Company verkleiden und den Begriff Literatur einbauen, um unter dieser Tarnkappe Autoren in die Irre zu führen.

Merke: Der Druck eines Buches ist die leichteste Übung, das Buch soll zum Leser finden können und das wird mit einem bekannten Verlag möglich.

Als Selbstschutz ist diese Checkliste wirksam, die, wird sie berücksichtigt, vor unangenehmen Überraschungen bewahrt. Und das sind beispielsweise die Fragen, die zu stellen wären, wenn sich ein Büro erbötig macht:

  • Wann wurde das Büro ‚mit Hinweis auf Buch und Literatur’ gegründet?
  • Ausbildung, Examen, bisheriger Berufsweg des Inhabers?
  • Verlagserfahrung in Verantwortung?
  • Wie viele fest angestellte Mitarbeiter?
  • Eigener Messestand?
  • Welche Bücher noch nicht bekannter Autoren wurden bei welchen Verlagen publiziert?
  • Kann das Büro auch besucht werden oder ist es ein Briefkastenunternehmen?


Diese Liste der Fragen lässt sich nach eigenem Ermessen anreichern.

Wir waren in Deutschland die erste Literatur-Agentur, die auch die Begriffsfassung eingeführt hat. Nach einem Brief des ZDF sind wir …Die Mutter der deutschen Literatur-Agenturen. Was ja auch zutrifft, denn alle anderen wurden Jahre nach uns gegründet.

Nach unserer Erkenntnis gibt es außer uns drei weitere professionell und erfolgreich geführte Agenturen: Stecher in Herrsching. Meller in München und Schlück in Garbsen. Stecher und Meller waren – wie Axel Poldner - erfolgreiche Verlagsleiter. Sie wissen, was zu tun ist.
Danach wird es dunkel.

10. Mai 2011