poldner

Reineckerland...

Neuerscheinung Oktober 2010

 

Rolf Aurich - Niels Beckenback - Wolfgang Jacobsen


 

REINECKERLAND

 

DER SCHRIFTSTELLER

 

HERBERT REINECKER


  Herbert Reinecker hat als erster Autor einen Exklusivvertrag mit der Literatur-Agentur Axel Poldner unterschrieben und wurde damit der erste Autor der Literatur-Agentur. Er wurde als Autor durch seine Bücher und Filme in 112 Ländern ein Begriff.  



In der von der et+k edition text + kritik erschienenen und von Rolf Aurich herausgegebenen Monographie über den Autor Herbert Reinecker lesen wir

 



>> Axel Poldner erzählt, dass aus der professionellen Beziehung, die er zu Reinecker hatte, eine Freundschaft erwuchs. Je älter Reinecker wurde, so erinnert er sich, desto mehr öffnete sich dieser, der an sich "die absolute Nähe nicht suchte". Er lernte einen Mann von "absoluter Disziplin" kennen, der Mühe hatte, "aus der Einsamkeit herauszufinden". Das "Phänomen der Wandlung der Gesellschaft" beschäftigte ihn zusehends. Poldner vermutet, dass Wandel für Reinecker auch ein "bißchen Bedrohung" beinhaltete, weil sie ihn "in den Sog der eigenen Vergangenheitsbewältigung" mitzog. Manche politische Veränderung sah Reinecker aber auch positiv, etwa die Wiedervereinigung.

 

Seine "nationalsozialistische Vergangenheit" indes "hat ihn gequält", sie "belastete ihn". In Gesprächen habe er zuweilen abrupt vom Krieg erzählt, ohne Zusammenhang, Bilder seien in ihm "aufgestiegen", das Sprechen darüber, so Poldners Eindruck, sei für Reinecker ein "Akt der Befreiung" von dieser Last gewesen. Mit seinen letzten Büchern, jenen Traktaten, wollte Reinecker der Welt etwas mitteilen, sie seien für ihn wohl so etwas wie sein "Testament" gewesen. >> S. 289



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